Bürgerkreis
Herbede

Bürgerkreis Herbede

Um die verschiedenen Interessen von Vereinen, Betrieben, Gemeinschaften und Gruppen in Herbede bündeln zu können, haben Herbeder Bürger 2003 auf privater Basis Voraussetzungen für ein Bürgerengagement geschaffen, indem sie sich zu einem Bürgerkreis zusammengeschlossen haben. Sie wollen in Zukunft an allen wichtigen Entscheidungen, die den Stadtteil betreffen, beteiligt werden, im Sinne bürgernaher Politik, d.h. über den Bürgerkreis Sachverstand und Ortskenntnisse der Bürger in die politischen Entscheidungen einfließen lassen. Mehr Bürger des Ortes und mehr Vertreter der örtlichen Vereine und Gruppierungen können im Bürgerkreis in Fragen ihres Ortes mitwirken. Der Bürgerkreis will zur Transparenz des politischen Prozesses bzw. zur Rationalität der Entscheidungsfindung beitragen und die Funktionalität des Stadtteils Herbede erhalten.

Der Bürgerkreis Herbede (Runder Tisch) geht auf eine Initiative von Privat- und Geschäftsleuten im März 2003 zurück, nachdem im Herbeder Zentrum, als einzigem Stadtteil Wittens, Parkscheinautomaten aufgestellt worden waren. Die meisten Bürger konnten diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Witten wolle Herbede in die Knie zwingen, hieß es. Und: Witten versuche immer nur seinen Willen durchzusetzen, gleichgültig, ob dies gut für den Stadtteil sei oder nicht. Leider hat der damalige Vorstand der Werbegemeinschaft die Parkscheinautomaten befürwortet, weil einige Kaufleute das Parkproblem in der Meesmannstraße überbewertet hatten (diese Überbewertung wurde bereits im GMA-Gutachten, 1997, festgestellt).
Die Ende Januar 2003 spontan gegründete Interessengemeinschaft Herbeder Kaufleute (IGHK) vertrat die Forderung aller Geschäftsleute im Bereich des Herbeder Einkaufzentrums, die Parkscheinautomaten sofort wieder abzubauen.
Über 3.000 Kunden hatten sich an einer Unterschriftenaktion der IGHK beteiligt. Es gelang der IGHK aber nicht, den Rat zu überzeugen, den Beschluss wieder rückgängig zu machen und die Parscheinautomaten abzubauen. Wenigstens wurde die kostenfreie Parkzeit auf eine halbe Stunde ausgeweitet. Dennoch gilt auch heute noch:

Die monetäre Parkraumbewirtschaftung ist für Herbede unangemessen! Die Parkscheinautomaten müssen abgebaut werden!

Es war deutlich geworden: Herbede besaß keine Interessenvertretung, z.B. einen Bürgerausschuss, der wischen den verschiedenen Interessengruppen eine “Mediationsfunktion” hätte wahrnehmen können. Aber der Protest hatte Zeichen gesetzt: Sachverstand, Rationalität und Ortskenntnisse müssen miteinander verbunden werden, damit die Funktionalität des Stadtteil erhalten werden kann und Engagement sich lohnt.

Über Ziele und Aufgaben des Bürgerkreises Herbede können Sie sich hier informieren.